Endless Green Logo

Discographie

 

Die CD erschien 2004 in einer Auflage von 300 Stk.

01. Timanfaya
02. My Creed
03. Gad Times
04. Watch Out
05. Big Thing
06. Endless Green
07. Wat is´
08. Fiesta Mexicana

Reviews:
Metal Heaven Power Metal Metalius Metal.de RockIt Bright Eyes

 

Split 7" mit den Maggots erschien 2005 in einer Auflage von 300 Stk.

Side 1 : MAGGOTS
a) Princess of Power
b) Birth of a son

Side 2: ENDLESS GREEN
a) Born to live & die
b) New Born

Reviews:
RockHard Vampster PowerMetal Heavy Metal.de Metalius

 

Die Cd erschien 1999 in einer Minimalauflage von ca. 20 Stk

01. Tuff enuff
02. Play it Loud
03. Villain
04. False Prophets
05. The Idol
06. New Masters
07. Princess of Power
08. The Hidden
09. Galaxius
10. 30 Sec.
11. Sexy Guy

 

Die CD erschien 2007 als Hommage an den Spandauer SV.

01. Hier kommt der Spandauer SV
02. Hossa
03. Requiem
04. Fast forward
05. Fast forward (Live im JWD)

 

Impressum

Da sich die Berliner Bands MAGGOTS und ENDLESS GREEN sowohl den Proberaum als auch den Drummer teilen, macht die Idee einer gemeinsamen Split-Veröffentlichung durchaus Sinn. Beide Bands covern jeweils ein Stück der anderen und haben zudem noch je einen eigenen Song am Start. Musikalisch gibt es grundsolide Old-School-Kost zu hören, was im Falle MAGGOTS schnörkellos rumpelnden Todesstahl und bei ENDLESS GREEN einen Mix aus Power- und Speed Metal mit derber Achtziger Schlagseite bedeutet.

Rock Hard August 06

Aus der Freundschaft der beiden Bands ENDLESS GREEN und MAGGOTS entsprang die Idee, diese Split gemeinsam aufzunehmen. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, zumal man sich auch den Proberaum und den Schlagzeuger teilt. Allerdings handelt es sich bei ENDLESS GREEN um eine Power Metal Band, während MAGGOTS dem Death Metal frönen. Auf der vorliegenden 7" finden sich also von jeder Band ein neuer Song und eine Coverversion der jeweils anderen Band. Witzige Sache eigentlich, die ganz gekonnt um das nicht allzu hammermäßige Songmaterial wegtröstet. MAGGOTS covern auf Seite 1 also "Princess Of Power" und ENDLESS GREEN tragen das Stück "New Born" vor. Auf Seite zwei covern ENDLESS GREEN "Born To Live & Die" und MAGGOTS zelebrieren den eigenen Song "Birth Of A Son". Wirklich essentiell ist das wahrscheinlich nur, wenn man die Bands und die Originale kennt. Das Ganze ist eben im Grunde genommen sehr sympathisch, aber nicht mehr. Erhältlich ist der Spaß auf Vinyl (auf 300 Stück limitiert/handnummeriert) und wer keine Lust hat, Geld auszugeben (was natürlich die total unmetallische Version ist), kann die Songs auch über die Homepages der Bands kostenlos herunterladen.
Und zwar sowohl die Coverversionen, als auch die Originale.
Fazit: Gute Umsetzung einer gelungenen Idee, der man den Underground-Spirit deutlich anmerkt. Auch wenn die Songs nicht wirklich Potential haben, hier merkt man, dass der Spaß und die Ehrlichkeit im Vordergrund stehen - zumal die Herren ja auch nicht mehr die Jüngsten sind.

Vampster

Yeah! Diese auf 300 handnummerierte Stück limitierte Split-Single (geiles Artwork!) ist Old School as fuck. Sowohl die Power/Speed-Metaller ENDLESS GREEN als auch die Todesgurgler MAGGOTS stecken bis zum Hals in den Achtzigern und fühlen sich dort pudelwohl. Entsprechend rumpelig ist auch die Produktion. Und da beide Bands eng befreundet sind und sich auch den Drummer teilen,covert man sich respektvoll einmal gegenseitig.

Los geht's mit der ENDLESS GREEN-Interpretation der MAGGOTS, die mit 'Princess Of Power' einen extrem punkigen Death-Metal-Song auf den Hörer loslassen. Keine Breaks, kaum Fills, nur straightes Geprügel. Sehr gut! Anschließend wird der Staffelstab direkt an die "Grünen" weitergegeben. Deren 'New Born' ist ein rauer Speed-Metal-Reißer mit schön kauzigem Gesang, coolem Solo und hymnischer Bridge. Ebenfalls sehr gelungen! Auf der B-Seite dreht man den Spieß dann um, wobei 'Born To Live & Die', der beste Track der Single, eher wie 'ne ENDLESS GREEN-Eigenkomposition klingt als nach 'nem MAGGOTS-Cover. Beendet wird dieser niveauvolle Trip in die Vergangenheit schließlich von dem mit thrashigen Parts durchsetzten Todesstahl-Klopper 'Birth Of A Son'.
Kurz und gut: Diese Split-Scheibe ist von vorne bis hinten lässig und ein sicherer Tipp für die Früher-war-alles-besser-Gemeinde mit Herz für den totalen Underground. Für diejenigen unter euch, die keinen Plattenspieler besitzen (was bei der Zielgruppe aber durchgängig der Fall sein dürfte), haben die Jungs die Songs dieser Platte zusammen mit den Originalversionen der Covertunes auch auf ihren Homepages als kostenlosen Download bereitgestellt.
Anspieltipp: Alles!

Power Metal.de

Hallo Freunde des Vinyls (die schwarzen runden Dinger die auch bei 2,8 Promille nicht in den CD Schacht passen)!
Die Bands Endless Green und Maggots entschlossen sich dazu 2 Songs der jeweiligen Band zu covern und auf einer knorken 7 Inch Single zu veröffentlichen. Beide teilen sich den Proberaum und den Drummer, damit ist schon mal garantiert das das Songmaterial bekannt ist.
Das Cover ist recht stimmungsvoll und weckt Erinnerungen an die erste Omen („Battle Cry“) im Dämmerlicht kloppen sich aufgepumpte Barbaren und essgestörte Knochenmänner! Kommt schon mal gut!
Nun zur Tonkonserve: Endless Green spielen Teutonen Stahl der härtesten Prägung;heißt Power Metal der alten Schule, Maggots eher grooovigen Death Metal unterlegt mit einem prägnanten Bass der an Pungent Stench erinnert. Die Umsetzung der jeweiligen Songs der beiden Bands ist spieltechnisch gelungen, wenn auch aufgrund des Stils limitiert, was nicht negativ ins Gewicht fällt. Auf die Vocals von Martin Siebenhüner (Endless Green) wird nicht jeder ein spontanes Freudenfest feiern; ich finde Sie aber authentisch und dem Stil der Band steht Sie gut zu Gesicht. Gleiches gilt für Maggots, die den Death Metal wohl auch nicht revolutionieren werden, aber darum geht es hier auch nicht.
Das gesamte Paket muß stimmen, heißt es so schön und hier paßt es wie der Ritzenfeger bei einer Table Dance Maus.
Dazu ist es eine nette Idee im Underground Status eine „Cover Single“ unters Volk zu bringen. Wer auf Old School Power bzw. Death Metal steht sollte sich diese mit viel Herzblut gemachte Single abgreifen!
7 von 10 Punkten
Silent Bob

Heavy Metal.de

Oha, was war das für eine Umstellung, den alten Plattenspieler mal wieder anzuwerfen. Nadel drauf und los ging’s. Das Kratzen, das Knirschen...zu lange nicht gehört. Doch genug in Erinnerungen geschwelgt, hier geht es schließlich um eine CD - ähm - Plattenkritik. Gemäß dem selbst gegebenen Motto "If the Metalheads are united then we’ll never be divided." (also nichts is mit "versus" wie der Titel vermuten lässt!) haben die beiden Berliner Bands Maggots und Endless Green eine sehr coole Split 7" LP aufgenommen, welche je zwei Titel einer jeden Band zum Inhalt hat. Interessant hierbei ist, dass sie je einen eigenen sowie einen von der jeweils anderen Band gecoverten Song beitragen. Zustande gekommen ist das Projekt dadurch, dass sich beide Bands seit Jahren einen Proberaum teilen und der Drummer beider Combos ein und dieselbe Person ist. Also dachte man sich im Jahr 2005, dass man doch mal ein Studio zur Produktion eines eben solchen Outputs besuchen könnte. Gesagt, getan. Im August 2005 wurde das Recording durchgeführt.
Nun muss man wissen, dass beide Bands nicht unbedingt die gleiche musikalische Ausrichtung haben. Klar, Metal ist beides, aber widmen sich Endless Green eher powermetallischen Klängen, gehen Maggots mit ihrem Death Metal den deutlich härteren Weg. Und eben dies macht unter anderem den Reiz der Platte aus und ist neben der erstklassigen Aufmachung des Produktes, welches auf eine Stückzahl von 300 limitiert ist, sicher der große Pluspunkt. Beide Bands haben richtig gute Songs auf Vinyl gebannt. Die einen, Endless Green, präsentieren solidem Power Metal mit einem ordentlichen Old School-Einschlag. Knackige Gitarren, ein unkonventionell schräges Organ des Sängers Martin und ein stark nach Underground klingender Gesamtsound machen das Zuhören zu einem echten Erlebnis. Der ungecoverte Song stammt von dem natürlich längst vergriffenen Debütalbum der Band. Selbiges gilt für Maggots, die ebenfalls einen Song ihres Erstlingswerkes neu aufgenommen haben. Tiefer, brachial gegrunzter Death Metal alter Schule rollt da den Abhang hinunter, und das Schlagzeug humpelt gleich hintendran. Ein ebenso thrashiger Sound macht die Songs fett und brutal, aber nicht unbedingt überragend. Ähnlichkeiten zu Sepultura oder auch Cannibal Corpse kommen hin und wieder durch, jedoch nicht ganz so komplex. Insgesamt ist hier der Sound eine Ecke mieser als bei Endless Green, was jedoch auch einfach am Stil liegen kann. Hier zeigt sich auch, weswegen man irgendwann die CD erfunden hat. Der Sound des schwarzen Goldes war einfach mies, jedenfalls verglichen mit den heutigen Standards. Und darunter leiden vor allem Maggots.
Aber dennoch, diese Split-Vinyl-Veröffentlichung ist in jedem Fall ein echtes Sahnestück einer jeden Plattensammlung, jedoch muss man es in erster Linie als das betrachten was es ist, nämlich eine Werbeaktion. Und genau dafür ist die kleine Scheibe perfekt. Sie eignet sich nicht für Bewerbungen bei Labels oder Vertrieben, sie ist einfach für die Leute da, für die man Musik macht, nämlich die Fans! Und das ist eine richtig gute Sache. Deswegen ist die Platte auch für schlappe 7 Euro inkl. Porto und Verpackung bei den beiden beteiligten Bands zu bestellen. Außerdem könnt ihr die Coversongs nebst den Originalen kostenlos auf den Homepages downloaden. Eine tolle Sache!

Metalius 31.1.06

Bei den vier Jungs von ENDLESS GREEN und deren in Eigenregie produziertem Debüt fang ich mal von hinten an, die Songs a bisserl näher zu betrachten.
Mit ‚Fiesta Mexicana’ erstrahlt nämlich der Rex Gildo-Song in neuem Glanz und wird als - ich würde mal sagen – Punkrock-Coverversion unters Volk gegrölt. Übrigens bieten die Jungs auf der Website noch weitere Coversongs (u. a. von Judas Priest, AC/DC und Accept) zum Download an, die dieser CD auch nicht schlecht gestanden hätten.
Auch ‚Wat Is’’ geht als gut gemachter Punkrocker mit deutschen Texten durch.
Aber jetzt kommt der Rest der CD, genauer gesagt die ersten sechs Songs, die eigentlich nicht soviel Gemeinsamkeiten zu eben genannten, doch eher fröhlicheren Songs aufweisen. Natürlich geht man auch beim 8-Minüter ‚Big Thing’ nicht ganz von seinen Punkrock meets Hardrock-Wurzeln weg.
Dominant sind hier aber dann doch die Momente, die eher im Psychedelic Rock zu finden sind und die diesen Übertrack immer unheimlich spannend halten und der auf jeder Metal-Party den Schnaps-, Bier- und Joint-Konsum in ungeahnte Höhen treiben dürfte! Das gleiche gilt auch für den Titeltrack ‚Endless Green’: Augen zu, wenn ihr euch diesen Song reinpfeift und ihr befindet euch in anderen Dimensionen…
Gut, die ersten vier Tracks können das Niveau der beiden eben erwähnten Knaller nicht erreichen, bieten aber, auch Dank der eigenwilligen Kombination aus Punk, Rock, Hardrock und Psychedelic die gewisse Frische, die der Musiklandschaft schon zu oft verloren gegangen ist.

bright eyes

Grün ist zwar die Hoffnung, aber viel davon können sich ENDLESS GREEN aus unserer schönen Bundeshauptstadt mit ihrem zweiten Silberling nicht machen. Die Band präsentiert dem Hörer auf dem vorliegenden 8 Tracker einen wirren Stilmix, aus dem lediglich das getragene "Big Thing"
und das sich nach punkigem Beginn zu einem soliden Hardrocker entwickelnde Titelstück überzeugen können. Recht gelungen ist die Heavy Rock Version des REX GILDO Gassenhauers "Fiesta Mexicana",
aber mit einem sozialkritischem Thema im zweiten deutschsprachigen Beitrag "Wat is" haben sich die Berliner keinen Gefallen getan. So bleibt nur eine knapp mittlere Wertung und die Erkenntnis dass der Weg zum nächsten "Big Thing" noch lang und dornenreich ist.

Rock it Heft Nr. 29 (August/September 05)

Aus dem brodelnden Untergrund Berlins schicken ENDLESS GREEN ihre aktuelle CD. Seit 1991 kam es zu einigen Wechseln in der Besetzung, die beiden unter dem ursprünglichen Namen eingespielten Demos erschienen 1999 zusammengefasst als „The Legacy Of Tyrone“. „Endless Green“ veröffentlichten die Herren vergangenes Jahr in einer Auflage von 300 Stück.
Für stolze 10 EUR gibt es ein gedrucktes Booklet samt gepresster Scheibe, die nach einer Zeit klingt, in der sich Power, Thrash und klassischer Metal noch deutlich näher standen. Dazu passt neben der Produktion auch Dave Mustaine, der sich hier recht erfolgreich als Hardrock-Sänger versucht.
Überhaupt findet man in Sachen Riffs und Songaufbau grobe Parallelen zu den Frühwerken von Megadeth und Metal Church. Und die sind auch auf Demo-Niveau noch ziemlich unterhaltsam. Überzeugungsarbeit möchte da übrigens die Bandhymne ’Endless Green’ auf der Hausseite leisten. Meiden sollten Besucher jedoch das krude ’Wat is’, welches den Stimmungsabfall zur abschließenden ’Fiesta Mexicana’ einleitet. Pfui, könnt’ man ja gleich Wizo und Konsorten hören.

Metal.de

Unterstützt den Underground! Dieses Motto wird bei Metalius groß geschrieben. ENDLESS GREEN aus Berlin sind Underground pur. Kurz zur Historie der Band: Bereits 1991 noch unter dem Namen Tyrone gegründet, ging es auch 1995 unter dem neuen Banner Endless Green nur schleppend voran. Erst 1999 veröffentlichte man das erste Album namens „The Legacy Of Tyrone“. Nach diversen Line Up-Wechseln erblickt nun das gleichnamige zweite Album die Welt. In einer Auflage von 300 Stück! Na, wenn das mal nicht Underground ist.
Die Musik klingt ebenfalls schön nach Underground. Schön frisch und frech scheißt sie auf Trends und lässt unüberhörbar Einflüsse aus den glorreichen Achtzigern erkennen. So gibt es den coolen 80er-US Hard Rock-Groover „Gad Times“, der gekonnt bewährte Zutaten neu verbrät. Oder es geht wie beim Opener „Timanfaya“ auch mal etwas folkloristisch zu. Was auffällt: Sowohl hier als auch beim gleichfalls flotten „My Creed“ zeigen Endless Green, dass sie knackige Tempowechsel beherrschen, Damit verhelfen sie den Songs zu einer erfrischenden Dynamik und erinnern stark an Metal Church zu „Blessing In Disguise“-Zeiten. Das ist ein Kompliment! Sänger Martin Siebenhüner sorgt mit seinem recht schrägen Organ dafür, dass die Berliner ziemlich leicht wieder zu erkennen sind. Auch „Watch Out“, „Big Think“ und „Endless Green“ überzeugen mit ihren zum großen Teil starken Songaufbauten, die nochmals an frühere Metal Church erinnern. Wenn man nicht die Vorgeschichte der Band und die Fotos aus dem Booklet kennen würde, dann könnte man denken, es hier mit einer Handvoll stürmischer Himmelsstürmer zu tun zu haben. So frech und frei von der Seele weg klingt das Songmaterial. Jungspunde sind die Herren allerdings nicht mehr. Aber andererseits sind das ja nun wirklich nur Oberflächlichkeiten. Vielleicht ist den Jungs auch einfach dasselbe Missgeschick passiert, wie dem Teenager in dem Film „Hilfe, ich bin 30!“ (oder wie der auch immer hieß). Wer weiß, wer weiß.
Spaß weg, Ernst her: Die deutschsprachigen Tracks „Wat is’“ und „Fiesta Mexicana“ sind so überflüssig wie ein Kropf, fallen vom Niveau her fürchterlich ab und verderben den Spaß an „Endless Green“ gewaltig. So einen Schrott braucht kein Mensch. Zweiter Kritikpunkt: Die Produktion hätte ein wenig druckvoller sein dürfen, aber da muss man bei einer Underground-Scheibe drüber wegsehen. Zudem stört das auch nicht übermäßig und der Sound ist ansonsten okay. Alles in allem ist Endless Green eine gute, erfrischende Scheibe gelungen, die allerdings leider nur sechs ernstzunehmende Songs zu bieten hat.

Metalius 14.7.05

ENDLESS GREEN spielen drahtigen, dynamischen Hardrock mit einigen färbenden Einsprengseln aus dem Black Metal alter Schule (thrash-, power-, speed- und punk-orientiert). Diese Mischung ergibt einen recht eingängigen und flink abgehenden Sound, der auch ohne aufwendiges oder schrilles Gegniedel zum Ziel kommt. Das Ziel scheint darin zu bestehen, mitschmetterbare Songs zu schreiben, die ganz ohne schwülstige Theatralik daherkommen, dreckig aber nicht morbide klingen, weder glatt noch sperrig, sondern griffig.
Ach ja, nebenbei sollte auch noch dem Roll im Rock gehuldigt werden, aber bitte nicht zu aufdringlich; der Schlüssel zum Erfolg heißt dabei Auslagerung auf mächtige Bassläufe.
Die Abmischung ist schön rau, der erzielte Sound demnach definitiv nichts für Freunde von fein säuberlich getrenntem Schichttortenklang aus sechshundertunddrölf einzeln ausgepegelten Surroundboxen im eigens dafür ausgebauten Hobbykeller. Stattdessen stehen die Songs einer gespenstischen Rauchwolke mit sattem Schwermetallgehalt gleich im Raum, bis sie sich im Wirbel der mit dem feingeraspelten Gesang eng verbundenden Gitarrentöne auflösen. Wer auf alte BLIND GUARDIAN und IRON MAIDEN steht, zwischendurch gerne auch mal dem zerisseneren Gothrock der frühen Joy Division oder dem abgehalfterten Streetrocksound vom Debüt der Proto-Grunge Sleaze-Meister SKID ROW lauscht und dabei an in Plastikbechern mit kaltem Kaffee ausgedrückte Kippen, durch regennasse Ghettostraßen scharwenzelnde Ratten und einen blutbeschmierten Eddie im fahlen Mondlicht denkt, der dürfte hier die passende Mischung für die Tage gefunden haben, die man lieber mit verkniffenen Augen im Schlafanzug zuhause statt auf irgendwelchen feuchtfröhlichen Feiern unter Menschen zubringt; diese Mischung ist nahrhaft, aber nicht kulinarisch, sie besteht aus einfachen Zutaten, die erst, wenn man sie im richtigen Mischungsverhältnis zusammenwürfelt, richtig gut schmecken. Ja, das kann man schon so sagen: ENDLESS GREEN sind musikalisches Studentenfutter für langhaarige Bombenleger, und das schmeckt bekanntlicherweise nicht nur den Intellektuellen mit ideologischem Überbau. Da tut man sich dann auch schon mal Songs mit einfachem Auge-um-Auge-&-Zahn-um-Zahn-Gebaren wie 'Wat Is'' freiwillig an, oder grölt beim unsäglichen deutschen Schlager 'Fiesta Mexikana' in der jugendclubrempeldiskotauglichen Wir-machen-das-Bierzelt-zum-Rockertreff-Version launig mit - zumal das besagte Mischungsverhältnis auf dem Zweitling "Endless Green" einfach stimmt. Die Scheibe scheint direktemang einer Zeit zu entspringen, als Heavy Metal einfach noch Heavy Metal hieß und ausschließlich von biertrinkenden Proleten gehört wurde, die tagsüber die Arbeit am Bau besoffen ableisteten um abends dann wieder nüchtern am Ford Capri herumzuschrauben - oder als zumindest die Mehrheit der Deutschen diesem Bildzeitungswahn noch Glauben schenken konnte.
Kurzum: Konsensmucke für all die unsauberen Gestalten, denen die Wahlabendfeierder APPD zu politisch ist. Auf der Homepage gibt es übrigens einige alte und neue Songs zum kostenlosen Runterladen.
Anspieltipps: Egal, jeder Song tut's irgendwo auf seine Art.

Powermetal

Endless Green - soundtechnisch gibts da wenig zu mäkeln, solide Arbeit, die Jungs verstehen sich auf viele Breaks und Tempiwechsel, als Referenz seien mal die alten Werke von z.B. Metal Church genannt. Gesanglich würd ich mir stellenweise mehr "Dreck in der Stimme" wünschen, die gesamte Produktion könnte mehr Druck vertragen, aber für nen Demo is "Endless Green" durchaus hörenswert!
Beim Opener "Timanfaya" das in meinen Ohren leicht keltisch klingt, glaubte ich aufgrund der Stimmähnlichkeit im Chorus zwar kurzzeitig die Kellyfamily auf Speed zu hören, aber als Anspieltipp empfehle ich die Bandhymne "Endless Green" - Klasse!
Einzig und allein "Wat is" und "Fiesta Mexicana" hätten sich die Jungs meiner Meinung nach schenken können, diese albernen Songs zerstören den "Flow" dieser ambitioniert eingespielten Scheibe.
Trotzdem - Endless Green? Daumen hoch!

Heavy Metal Heaven.de